Die Medien Macht der SPD

Martin Schulz Quelle der Beliebtheit?

Die Medienmacht der SPD, die DDVG, ihre Zeitungen, Dietmar Nietan und dessen Beziehung zu Martin Schulz.

Dietmar Nietan verwaltet als neuer Schatzmeister der SPD deren umstrittene Zeitungsbeteiligungen. Er ist einer der unbekanntesten Verleger in Deutschland – und zugleich einer der mächtigsten.

Zu den größten Verlegern im Land gehört ab sofort der Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan. Mit seiner Wahl zum Schatzmeister der SPD übernimmt er auch die Macht über das Mediengeschäft der Partei. Denn der Posten des sozialdemokratischen Finanzchefs unterscheidet sich von dem in allen anderen Parteien. Nietan ist Generaltreuhänder der SPD und Herr über die umstrittenen Beteiligungen seiner Partei: Diese reichen von Druckereien, Handelsgesellschaften und einem Tourismusunternehmen bis hin zur „Neuen Westfälischen“ in Bielefeld, der „Sächsischen Zeitung“ in Dresden und der „Leipziger Volkszeitung“. Und das sind nur einige der vielen Zeitungen, an denen die SPD Anteile hält.

Umstritten war und ist der Besitz, weil die Medien über die SPD berichten – und das unabhängig machen sollten. Auch finanziell lief das Geschäft zuletzt schlecht: 2012 machte die parteieigene Medienholding Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG) einen Verlust von 14,1 Millionen Euro. Trotzdem schüttete sie eine Millionendividende an die SPD aus. Dass sich die Partei besonders für die Mitarbeiter dort einsetzt, lässt sich kaum sagen. „Die sind nicht dafür bekannt, dass sie soziale Bremsklötze reinsetzen“, heißt es in der Branche zu den sozialdemokratischen Medienmanagern. Gleichzeitig wird der DDVG-Spitze attestiert, sich auf die Kontrolle der Kostenströme zu verstehen.

© Dieter Nietan 2013 Neuer Schatzmeister der SPD: Dieter Nietan im Fritz-Erler-Haus in Düren
Nietan übernimmt die Macht über die SPD-Beteiligungen von Barbara Hendricks, die seit 2007 Schatzmeisterin war und jetzt als Bundesumweltministerin wirkt. Hendricks gilt zwar als durchsetzungsstark und kompetent, aber ihr Wirken als oberste Medienmanagerin der SPD verlief eher glücklos. Mit dem nun gewählten Nachfolger Dietmar Nietan aus Düren bleibt das wichtige Finanzamt in der Hand eines Nordrhein-Westfalen.

Nietan war schon von 1998 bis 2005 im Bundestag, seit 2009 sitzt er wieder dort und ist ein Vertrauter des EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz.
Auf die Frage, ob die „Sozis“ mit Geld umgehen können, antwortet er schon wie im Schlaf. „Supergut“, sagt Nietan.

Gesteuert werden die Mediengeschäfte der SPD von Hamburg aus. Mit ihren beiden Geschäftsführern Jens Berendsen und Matthias Linnekugel residiert die DDVG dort in der Deichstraße 47 unter den Resten barocker Deckenmalereien. Der Firmensitz ist ein 1658 errichtetes und im vergangenen Jahrhundert restauriertes Haus. Ebenso historisch geben sich Sozialdemokraten gern zu ihren Zeitungsbeteiligungen, verweisen darauf, dass es schon 1914 90 Zeitungsverlage der SPD gab.

Heute reichen die Medienanteile von der Küste mit „Cuxhavener Nachrichten“ und der „Niederelbe Zeitung“ (32,5 Prozent) bis zur „Frankenpost“ in Bayern (35 Prozent). Eine Mehrheit besitzt die DDVG an der „Neuen Westfälischen“ in Bielefeld (57,5 Prozent). Dazu kommen „Sächsische Zeitung“, „Morgenpost Sachsen“ (40 Prozent), „Freies Wort“, „Südthüringer Zeitung“ sowie „Neue Presse Coburg“ (jeweils 30 Prozent). Ankerpunkt ist ein 23-Prozent-Anteil am Hannoveraner Madsack-Verlag, zu dem 18 Tageszeitungen sowie mehr als 30 Anzeigenblätter gehören.
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(Es handelt um einen Auszug aus einem Bericht der
Frankfurter Algemeinen vom 3. Februar 2014 von Jan Hauser/ Nietan ist bis heute Bundesschatzmeister)

 
 
 
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Ich bin Demokrat, ich will nicht in einem Europa leben in dem die Kultur und die Geschichte der Europäischen Völker ausgelöscht wird. In dem die Völker der Länder Europas geringer angesehen werden als der gerade nach Europa gekommen neu Bürger. Ich will keine Weltregierung, ich will mein Vaterland behalten.

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